Deutsch als Zweitsprache

Schulbezogenes Förderkonzept

Einleitung

Gemäß der VO zur Gestaltung des Schulverhältnisses (7. Teil, 2. Abschnitt §§ 45-52 hat es sich die Adolf-Reichwein-Schule zum Ziel gesetzt, Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache in Erfüllung der in §3 Abs. 14 des Hessischen Schulgesetzes niedergelegten Grundsätze so zu fördern, dass sie befähigt werden, die deutsche Sprache in Wort und Schrift zu beherrschen.

Die Schule will somit einen Beitrag zur gesellschaftlichen Integration dieser Schülerinnen und Schüler leisten.

Aktuelle Durchführung der Sprachförderung

Der Sprachförderunterricht wird in folgenden Formen angeboten:

    • Vorlaufkurs (9 Stunden)
    • DaZ-Intensivkurs in der Grundstufe (4 Stunden)
    • DaZ-Kurs in der Grundstufe (2 Stunden)
    • DaZ-Kurs in der Sekundarstufe (2 Stunden)

Zur Bedarfsermittlung werden sowohl Daten über die Muttersprache des Kindes, Unterrichtsbeobachtungen als auch ein Sprachtest (Deutsch für den Schulstart) herangezogen, damit die individuellen Sprachschwierigkeiten der Kinder ermittelt und zur individuellen Förderung aufgearbeitet werden können.
Nach der Erhebung der jeweiligen Leistungsstände ergaben sich neben jahrgangsgebundenen und unterrichtsbegleitenden auch zusätzliche Fördermaßnahmen über die eigentliche Stundentafel hinaus. Der Vorlaufkurs, der zukünftige Erstklässler nichtdeutscher Herkunftssprache auf den Unterricht vorbereitet, ist hiervon gelöst als übergangsformende Veranstaltung zu betrachten, da es sich hierbei noch nicht um Schulkinder handelt.
Da die Sprachkenntnisse der Schülerinnen und Schüler stark variieren, wird primär der Blick auf den Sprachstand des jeweiligen Kindes und der jeweiligen Kleingruppe gelegt. Eine breite Differenzierung ist hierbei unumgänglich. Gleichzeitig erfolgen jahrgangsspezifische und altersgemäße Lernsequenzen, die systematisch die Einzelförderung umrahmen und Sprache als ein Instrument der Kommunikation verdeutlichen. Dies erfolgt in Absprache mit den entsprechenden Lehrkräften. Materialien und Methoden richten sich nach den jeweiligen Themen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Förderung sind:

Diese Bausteine werden je nach Alter des Kindes mit unterschiedlichen Situationen gefüllt. Dies geht von Reimspielen (Vorlaufkurs) bis zur Erarbeitung und Einübung von Referatsbeiträgen (Sekundarstufe).

Die Schule stellt eine große Anzahl an Materialien hierfür zur Verfügung. Das Sprachfördermaterial wird im Sprachheilraum aufbewahrt und ist für alle Lehrkräfte frei zugänglich. Es handelt sich hierbei jedoch um Präsenzmaterial, was jedoch keine Schwierigkeit darstellt, da die Förderkurse in der Regel in diesem Raum stattfinden.

Materialien zur Sprachförderung (Auswahl):

    • Förderprogramm Deutsch für den Schulstart
    • DaZ-Koffer (Finken)
    • „Spielerisch Deutsch lernen“ (Hueber)
    • Werkstatt Deutsch als Zweitsprache (Schroedel)

Diese Materialien bilden die Grundsteine und werden durch spielerische Elemente wie

    • Bewegungsspiele, -lieder
    • Memories
    • Wort- und Satztürme
    • Bildarbeiten (Poster, Wimmelbücher)
    • Dominos
    • Rollenspiele
    • usw.

Zuständigkeiten:

Ansprechpartner für den Vorlaufkurs ist HerrVogler.
Ansprechpartner für den Vorlaufkurs und die DaZ-Kurse ist Frau Feyerabend.

Ausblick:

Die Deutsch-Fachkonferenz hat beschlossen, dass die DaZ-Förderung im kommenden Schuljahr in der Sek. 1 ausgebaut werden soll. Weitere Förderkurse mit Schwerpunktthemen wie beispielsweise „der mündliche Vortrag“ sollen angeboten werden, um Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache auf die Abschlussprüfungen gezielt vorzubereiten. Der Bedarf hierfür sei entsprechend einer formlosen Umfrage unter den Klassenlehrerinnen und –lehrern groß.
Weiter soll die Multikulturalität der Schülerinnen und Schüler unter angemessener Berücksichtigung ihrer Erstsprache im Schulleben aufgenommen und mit Respekt und Würdigung Beachtung gewinnen. Das ist ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung der Sozialkompetenz aller Schülerinnen und Schüler. So ist zum Beispiel ein internationales Buffet beim Grundschulfest denkbar.
Im regelmäßigen Austausch zwischen den Lehrkräften sollen Vor- und Nachteile von Materialien herausgearbeitet und Materialien ggf. ausgetauscht oder ergänzt werden.