Sachunterricht

Laut dem hessischen Rahmenplan soll der Sachunterricht den Kindern ermöglichen, sich mit Sachverhalten aus ihrer Umwelt auseinanderzusetzen. Dabei steht die Lebenswelt der Schüler neben technischen und sozialen Aspekten im Vordergrund. Sie sollen befähigt werden, einerseits nach Ursachen und Wirkungen zu fragen sowie Zusammenhänge zu erkennen und andererseits neugierig und interessiert ihre Umwelt wahrzunehmen. 1
Die Schüler beschäftigen sich im Sachunterricht mit unterschiedlichsten Themen wie z.B. Verkehrserziehung, gesunder Ernährung oder auch mit physikalischen und biologischen Sachverhalten wie Pflanzen und deren Wachstum, Magnetismus, Wetter und Schallentstehung. Dabei wird darauf Wert gelegt, dass die Themen immer wieder aufgegriffen werden und dabei vertiefend behandelt werden, so zieht sich z.B. das Thema „Verkehrserziehung“ durch alle vier Schuljahre. In jedem Schuljahr wird das Wissen erweitert und auf schon Gelerntem aufgebaut.
Darüber hinaus werden im Sachunterricht in der Auseinandersetzung mit den Inhalten verschieden Kompetenzen bzw. Qualifikationen geschult, wie „Mit anderen umgehen“ (Regeln einhalten und zusammenarbeiten), „Beobachten“ (Phänomene erfassen und dokumentieren), „Experimentieren“ (Erkenntnisse durch eigenes Tun gewinnen) und „Probleme lösen und kritisch denken“ ( Argumentieren und Hinterfragen). 2
Aus der Tatsache, dass die wichtigsten Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte auf experimentellem Wege gewonnen oder bestätigt worden sind, ergibt sich die Konsequenz, diese wichtige Methode auch innerhalb des wissenschaftsorientierten Arbeitens im Sachunterricht möglichst früh anzubahnen. Deshalb muss den Schülern Raum und Zeit gegeben werden, Versuche selbst durchzuführen und dann auch zu planen, da auch beim Experimentieren die Eigentätigkeit der Schüler im Vordergrund steht. 3


1 Vgl. Hessisches Kultusministerium: Rahmenplan Grundschule, Wiesbaden 1995, S. 122.

2 Vgl. ebenda, S. 125 – 127.

3 Vgl. Eschenhagen; Kattman; Rodi: Fachdidaktik Biologie, Köln 2001, S191.